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Gut vorbereitet

Sicherheit und Wetter in Island

Island ist ein entspanntes Reiseland – die Gefahren kommen aus der Natur: Sturm, plötzliche Wellen, Gletscherspalten und heißes Wasser. Mit den offiziellen Warndiensten und ein paar Regeln bist du gut vorbereitet.

  • Notruf 112 – Polizei, Rettung, Feuerwehr
  • Wetterwarnungen auf vedur.is
  • Straßenzustand auf umferdin.is
  • Reiseplan und App bei safetravel.is
Brandung am schwarzen Strand bei Vík, im Hintergrund die Felsnadeln Reynisdrangar
Foto: Rostyslav Savchyn / Pexels

Notruf 112 und die Safetravel-App

In Island erreichst du unter 112 alle Notdienste: Polizei, Rettungsdienst, Feuerwehr und die Bergrettung. Die Nummer gilt landesweit und vom Handy aus.

Die Website safetravel.is ist die offizielle Anlaufstelle für sicheres Reisen in Island. Sie wird von ICE-SAR betrieben, der isländischen Such- und Rettungsorganisation mit über 4.500 ehrenamtlichen Helfern. Dort findest du aktuelle Warnungen zu Wetter, Straßen und Naturgefahren.

Lade vor der Reise die Safetravel-App herunter. Sie informiert über Wetter- und Straßenlage, und beim Wandern kannst du damit deinen GPS-Standort an die Notrufzentrale 112 senden, damit dich Rettungskräfte finden.

Reiseplan hinterlassen

Planst du eine Wanderung oder eine Fahrt in abgelegene Gegenden, gib einer vertrauten Person einen genauen Reiseplan: Route, Zeitplan, Rückkehr. Diese Person kann Hilfe rufen, wenn du dich nicht meldest. Safetravel empfiehlt das ausdrücklich.

Wetterwarnungen: Gelb, Orange, Rot

Das Wetter in Island ändert sich schnell. Sturm, Starkregen, Schneefall und Glätte kommen oft innerhalb weniger Stunden. Der isländische Wetterdienst vedur.is veröffentlicht seit dem 1. November 2017 farbige Warnungen in drei Stufen: Gelb, Orange und Rot. Die Farbe richtet sich danach, wie wahrscheinlich das Wetterereignis ist und wie stark es sich voraussichtlich auswirkt.

Was das für dich heißt:

  • Schau jeden Morgen auf vedur.is, bevor du losfährst oder wanderst.
  • Bei einer Warnung für deine Region: Plan ändern, Fahrt verschieben, in der Stadt bleiben.
  • Prüf vor jeder Autofahrt den Straßenzustand auf umferdin.is oder telefonisch unter 1777.
  • Touranbieter sagen Ausflüge bei schlechtem Wetter ab oder verschieben sie. Plane Puffertage ein.

Wie Klima und Tageslicht sich übers Jahr verändern, steht auf unserer Seite zur besten Reisezeit. Tipps für Fahrten bei Wind und Schnee findest du unter Autofahren in Island.

Reynisfjara: gefährliche Wellen am schwarzen Strand

Der schwarze Sandstrand Reynisfjara bei Vík an der Südküste gehört laut isländischem Tourismusamt zu den gefährlichsten Ausflugszielen des Landes. Die Gefahr sind sogenannte Sneaker Waves: einzelne, unerwartet hohe Wellen, die weit den Strand hinauflaufen und Menschen ins Meer ziehen können.

Am Strand gibt es deshalb ein Warnsystem mit Lichtsignal und markierten Zonen:

  • Leuchtet das gelbe Licht, darfst du die gelbe Zone nicht betreten.
  • Leuchtet das rote Licht, darfst du die rote Zone nicht betreten.

Eine rund 300 Meter lange Kette führt am Fußweg entlang an den Warnschildern vorbei. Der Strand wird zudem per Kamera überwacht. Halte immer großen Abstand zum Wasser, dreh dem Meer nie den Rücken zu und behalte Kinder an der Hand.

Strand Reynisfjara bei Vík im Süden Islands
© Roberto Lo Savio/ Shutterstock.com

Gletscher und Eishöhlen nur mit Guide

Gletscher sehen fest aus, haben aber Spalten, die unter Schnee verborgen sein können. Eishöhlen verändern sich, und Teile können einstürzen. Betritt Gletscher und Eishöhlen deshalb nur mit einem ausgebildeten Guide und der passenden Ausrüstung wie Steigeisen, Helm und Gurt.

Halte auch an Gletscherlagunen Abstand zum Ufer und klettere nicht auf Eisschollen. Geführte Gletscherwanderungen und Eishöhlen-Touren stellen wir auf der Seite Gletscher, Eishöhlen und Schneemobil vor, die Gletscherlagune auf der Seite Jökulsárlón.

Blauer Eistunnel der Katla-Eishöhle in Island
© Lea Kari/ Shutterstock.com

Vulkanaktivität auf der Halbinsel Reykjanes

Auf der Halbinsel Reykjanes zwischen Reykjavík und dem Flughafen gab es in den vergangenen Jahren mehrere Ausbrüche und Erdbeben. Safetravel führt die Region rund um Grindavík und den Fagradalsfjall unter seinen aktuellen Hinweisen.

Die Lage kann sich schnell ändern. Halte dich an Sperrungen, geh nie auf frische Lava und meide Gasschwaden – vulkanische Gase können gesundheitsschädlich sein. Aktuelle Informationen findest du bei Safetravel und beim Wetterdienst vedur.is, der auch Erdbeben und Vulkanaktivität überwacht.

Wer Vulkanlandschaften sicher erleben möchte, findet geführte Touren auf unserer Seite Vulkane und Reykjanes.

Besucher am Vulkanausbruch am Fagradalsfjall
© acinquantadue/ Shutterstock.com

Heiße Quellen: Verbrühungsgefahr

In Geothermalgebieten wie Geysir am Golden Circle ist das Wasser in Quellen und Schlammtöpfen kochend heiß, und der Boden daneben kann dünn sein. Bleib auf den markierten Wegen, halte Absperrungen ein und fass kein Wasser an, dessen Temperatur du nicht kennst.

Baden kannst du gefahrlos in den öffentlichen Schwimmbädern und den bekannten Lagunen. Einen Überblick gibt unsere Seite Schwimmbäder und heiße Quellen.

Unterwegs in der Natur: die wichtigsten Regeln

  • Wege nicht verlassen: Das schützt dich und die empfindliche Vegetation. Mit dem Auto ist Fahren abseits der Straßen gesetzlich verboten.
  • Rettung kann dauern: In abgelegenen Gegenden brauchen Rettungskräfte laut Straßenverwaltung teils länger als eine Stunde.
  • Richtig anziehen: Wetterfeste Kleidung und festes Schuhwerk gehören zu jeder Wanderung – auch im Sommer. Unsere Packliste hilft beim Packen.
  • Handy laden: Nimm eine Powerbank mit, damit du im Notfall 112 anrufen oder deinen Standort senden kannst.
  • Touren mit Guide: Für Gletscher, Eishöhlen, Hochland und Vulkangebiete ist eine geführte Tour die sicherste Wahl.

Leitungswasser: sauber und trinkbar

Das Leitungswasser in Island ist laut Visit Reykjavík sauber, sicher und von sehr hoher Qualität – du kannst es überall trinken. Flaschenwasser musst du nicht kaufen. Füll lieber eine eigene Trinkflasche auf.

Das Warmwasser kann sehr heiß sein – prüf die Temperatur, bevor du die Hände darunter hältst.

Sicherheit in Reykjavík

In der Stadt geht es meist um Alltägliches: Achte im Winter auf glatte Gehwege und rutschfeste Sohlen, bei Sturm auf herumfliegende Gegenstände und darauf, dass Autotüren aufgerissen werden können. Nachts fahren nur am Wochenende Nachtbusse – wie du sicher nach Hause kommst, steht auf unserer Seite zum Nahverkehr.

Krankheit und Arzt: EHIC mitnehmen

Nimm deine Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC) mit. Laut Visit Reykjavík zahlst du damit dieselben Gebühren wie in Island Versicherte. Für allgemeine Beschwerden gehst du während der Öffnungszeiten in ein Gesundheitszentrum (Heilsugæslustöð), Notfälle versorgt das Universitätskrankenhaus Landspítali. Medikamente gibt es in Apotheken (Apótek), viele nur auf Rezept.

Eine Reisekrankenversicherung deckt Kosten ab, die die gesetzliche Versicherung nicht übernimmt, etwa einen Rücktransport. Im Notfall wählst du 112.

Geld & Preise in Island

Sicherheit in Island: häufige Fragen

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