
Golden Circle
Þingvellir, Geysir und Gullfoss als geführte Tagestour ab Reykjavík.
Mietwagen
Wer Island auf eigene Faust erkundet, fährt meist Mietwagen. Die Regeln sind einfach – aber Schotter, Wind, einspurige Brücken und gesperrte Hochlandstraßen überraschen viele. Das solltest du vor der ersten Fahrt wissen.

Für die Stadt selbst nicht. Das Zentrum ist kompakt, die Stadtbusse von Strætó fahren in die ganze Hauptstadtregion, und Parken in der Innenstadt kostet Geld. Mehr dazu auf unserer Seite zum Nahverkehr.
Ein Mietwagen lohnt sich für Ausflüge in eigenem Tempo: über den Golden Circle, entlang der Südküste oder auf die Halbinsel Snæfellsnes. Wer nicht selbst fahren will, kommt mit geführten Tagesausflügen ab Reykjavík an die meisten Ziele.
Viele Verleiher haben ihre Stationen direkt am Flughafen Keflavík. Wie du ohne Auto vom Flughafen in die Stadt kommst, steht auf unserer Seite zum Flughafentransfer.
Die Höchstgeschwindigkeiten laut isländischer Straßenverwaltung (Vegagerðin). Schilder vor Ort haben Vorrang.
| Straße | Höchstgeschwindigkeit |
|---|---|
| Innerorts | 50 km/h |
| Wohnstraßen | 30 km/h |
| Innerörtliche Hauptstraßen | 60 km/h |
| Schotterstraßen außerorts | 80 km/h |
| Asphaltierte Straßen außerorts | 90 km/h |
Quelle: vegagerdin.is, geprüft am 02.10.2026.
Viele Nebenstraßen sind nicht asphaltiert. Laut Safetravel passieren viele Unfälle genau dort, wo der Asphalt endet und Fahrer nicht abbremsen. Fahr auf Schotter langsamer – auch, weil hochgeschleuderte Steine die Windschutzscheibe beschädigen können. Bei Gegenverkehr nach rechts ausweichen und Tempo rausnehmen.
Auf Schotterstraßen nehmen Staub und unübersichtliche Kuppen die Sicht. Vegagerðin warnt besonders vor Begegnungen auf solchen Kuppen, wenn beide Fahrzeuge zu schnell sind.
Island hat viele einspurige Brücken, die in beide Richtungen befahren werden. Vorfahrt hat das Fahrzeug, das näher an der Brücke ist. Halte trotzdem jedes Mal an und verschaff dir einen Überblick.
Im Sommer laufen Schafe frei herum, oft direkt neben der Straße. Fahr langsamer, wenn du Tiere siehst: Sie laufen gern über die Fahrbahn, um zu ihrer Gruppe zu kommen.
In abgelegenen Gegenden kann es laut Vegagerðin länger als eine Stunde dauern, bis Rettungskräfte da sind. Vorsicht ist deshalb die beste Absicherung.
Die Straßen ins Hochland tragen ein „F“ vor der Nummer, etwa zu Landmannalaugar. Laut Vegagerðin sind sie nur mit großen Allradfahrzeugen befahrbar. Sie öffnen erst, wenn der Boden abgetrocknet ist – meist Ende Juni oder Anfang Juli, manche Strecken später. Offen sind sie nur wenige Monate im Jahr.
Fahr nie auf eine gesperrte Hochlandstraße. Verkehr vor der Freigabe richtet laut Vegagerðin große und lange sichtbare Schäden an, Verstöße werden bestraft. Die aktuelle Karte der Öffnungen veröffentlicht Vegagerðin.
Auf vielen F-Straßen musst du Flüsse ohne Brücke durchqueren. Wer das noch nie gemacht hat, sollte sich laut Vegagerðin vorher informieren und zuerst kleine Flüsse üben. Prüf außerdem im Mietvertrag, ob Fahrten auf F-Straßen und Flussdurchquerungen überhaupt erlaubt und versichert sind. Eine Alternative ohne Risiko sind geführte Hochland-Touren.
Offroad-Fahren ist in Island gesetzlich verboten und wird mit hohen Geldbußen bestraft. Der Grund: Boden und Vegetation sind so empfindlich, dass Reifenspuren jahrzehntelang sichtbar bleiben können. Das gilt auch für kurze Abstecher zum Fotografieren und für Sand- und Moosflächen. Bleib auf markierten Straßen und Wegen.
Wetter und Straßen ändern sich in Island schnell, besonders im Winter. Prüf vor jeder längeren Fahrt diese drei Quellen:
Bei Sturm sind Türen eine unterschätzte Gefahr: Halt sie beim Öffnen gut fest. Wie die Wetterwarnungen funktionieren, erklärt unsere Seite Sicherheit und Wetter. Wann welche Straßen gut befahrbar sind, hängt auch von der Reisezeit ab.
Viele Tankstellen in Island sind Automatenstationen ohne Personal. An der Säule brauchst du eine Karte mit Chip und PIN, um die Zahlung freizugeben. Kennst du deine PIN nicht, frag vor der Reise bei deiner Bank nach.
Ohne PIN-Karte hilft eine Prepaid-Tankkarte, die du an bemannten Tankstellen kaufen kannst. Wählst du am Automaten „Volltanken“, wird laut regionalem Tourismusbüro Vatnajökull ein Betrag von 25.000 ISK vorübergehend auf der Karte reserviert. Die Reservierung kann 48 bis 72 Stunden bestehen bleiben, bis die eigentliche Zahlung abgerechnet ist.
Abseits der Hauptstraßen liegen Tankstellen weit auseinander. Tank lieber früh nach.
Der Tunnel Vaðlaheiðargöng östlich von Akureyri im Norden ist mautpflichtig. Eine Durchfahrt kostet für Fahrzeuge unter 3,5 Tonnen 1.650 ISK (Stand Oktober 2026). Es gibt keine Schranke: Du bezahlst online auf veggjald.is oder per App, bis 24 Stunden vor oder nach der Durchfahrt.
Wer nicht zahlt: Der Halter des Fahrzeugs bekommt eine Rechnung mit Inkassogebühr – beim Mietwagen also die Vermietung, die sie an dich weiterreichen kann. Für Tagesausflüge ab Reykjavík spielt der Tunnel keine Rolle.
In der Innenstadt ist Parken gebührenpflichtig. Es gibt vier Tarifzonen, gekennzeichnet mit P1 bis P4. Je näher am Zentrum, desto teurer. Stand Oktober 2026 laut Stadt Reykjavík:
| Zone | Gebühr pro Stunde | Hinweis |
|---|---|---|
| P1 | 660 ISK | Innenstadt, höchstens 3 Stunden |
| P2 | 240 ISK | |
| P3 | 240 ISK für die ersten zwei Stunden, danach 70 ISK | |
| P4 | 240 ISK |
Quelle: reykjavik.is. Die gebührenpflichtigen Zeiten unterscheiden sich je nach Zone und stehen am Parkscheinautomaten. An bestimmten Feiertagen ist Parken kostenlos.
Du bezahlst am Parkscheinautomaten oder per App, zum Beispiel mit Parka, EasyPark, Síminn Pay oder Verna. Bezahl, bevor du den Wagen verlässt. Wer nicht oder falsch parkt, bekommt eine Gebühr, die online bezahlt oder angefochten werden kann.
Die Stadt betreibt sieben Parkhäuser im Zentrum, darunter Kolaport, Vesturgata, Traðarkot, Bergstaðir, Vitatorg, Stjörnuport und das Parkhaus am Rathaus. Sie sind täglich von 7 bis 24 Uhr geöffnet. Infos zu allen Zonen gibt es auf reykjavik.is.
Island stellt besondere Anforderungen an die Versicherung eines Mietwagens. Lies vor der Buchung genau, was dein Vertrag abdeckt und welche Selbstbeteiligung gilt. Typische Punkte, auf die du achten solltest:
Prüf auch, ob deine Kreditkarte eine Mietwagenversicherung enthält und welche Bedingungen dort gelten.

Þingvellir, Geysir und Gullfoss als geführte Tagestour ab Reykjavík.

Wasserfälle, schwarzer Sandstrand und Gletscher – ohne selbst zu fahren.

Alle Ausflüge ab Reykjavík im Überblick, von Snæfellsnes bis zum Hochland.
Innerorts 50 km/h, in Wohnstraßen 30 km/h, auf Schotterstraßen außerorts 80 km/h und auf asphaltierten Straßen außerorts 90 km/h. Schilder vor Ort gehen vor.
Ja. In Island ist das Licht immer einzuschalten, Tag und Nacht.
Nein. F-Straßen sind nur für große Allradfahrzeuge geeignet und meist nur von Ende Juni oder Anfang Juli bis zum Herbst geöffnet. Prüf außerdem, ob dein Mietvertrag Fahrten dort erlaubt.
Auf umferdin.is oder telefonisch unter 1777. Die Öffnung der Hochlandstraßen zeigt Vegagerðin auf einer eigenen Karte.
Mit einer Karte mit Chip und PIN. Ohne PIN-Karte kaufst du an einer bemannten Tankstelle eine Prepaid-Tankkarte.
Je nach Zone 240 bis 660 ISK pro Stunde, in der teuersten Zone P1 höchstens drei Stunden (Stand Oktober 2026). Du zahlst am Automaten oder per App.
Mautpflichtig ist der Tunnel Vaðlaheiðargöng bei Akureyri: 1.650 ISK pro Durchfahrt für Fahrzeuge unter 3,5 Tonnen, online zu zahlen bis 24 Stunden nach der Fahrt (Stand Oktober 2026).
Offroad-Fahren ist gesetzlich verboten und wird mit hohen Geldbußen bestraft. Die Spuren bleiben im empfindlichen Boden oft jahrzehntelang sichtbar.
Vorfahrt hat, wer näher an der Brücke ist. Halte trotzdem an, schau, ob Gegenverkehr kommt, und fahr erst dann.